Grüne intern: Feminismus – offener Brief an Bundesvorstand und Frauenrat

„Lieber Bundesvorstand, lieber Frauenrat,

mit einer groß geschriebenen Schlagzeile ruft uns die Einladung zur diesjährigen Bundesfrauenkonferenz zu: NEUE ZEITEN. NEUE ANTWORTEN. FEMINISMUS WIRD PROGRAMM. Unter dem Namen „Feministischer Zukunftskongress“ wird am 7./8. September 2018 nach Leipzig eingeladen. Kämpferisch heißt es im Einladungstext weiter: „Feminismus ist aktuell, Feminismus ist in Bewegung und bringt Strukturen zum Wanken!“

Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass diese Bundesfrauenkonferenz nach dem Startkonvent der nächste große Meilenstein auf dem Weg zum neuen grünen Grundsatzprogramm ist. (…)

Spätestens hier müssten sich die Grünen die Fragen stellen: Was wird hier als Feminismus bezeichnet? Welche Strukturen sollen wanken? Der im grünen Frauenstatut beschriebene Feminismus mit seiner Mindestquotierung kann damit nicht gemeint sein: Er weist weit über Geschlechtergerechtigkeit hinaus in die Utopie einer befreiten Gesellschaft.

Bei kritischer Textlektüre und Blick auf die geladenen Gäste wird erkennbar: (…) Hier geht es nicht mehr um Feminismus! […]“

Quelle: emma und darüber taz

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