Die SprecherInnen der Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN in Hagen haben im Unterschied zu Pinocchio keine langen Nasen

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Neues vom Grünen Märchenonkel

Eine satirische Nachbetrachtung zum WR/WP Sommerinterview mit Fraktionssprecher Jochen Riechel

von Andreas F. Kroll

Da ist er wieder, der Riechel, der Märchenjochen der Hagener Politik. Hier mal ein Statement, da mal ein Kommentar oder wie im jüngsten Fall ein Sommerinterview in der Hagener Einheitspresse.

Selten habe ich mich so hilflos und gleichzeitig so unglaublich hintergangen gefühlt wie bei diesem Interview und das als UrGrüner. Auch der Hinweis, dass es sich um eine Interview-Serie handele hat mich frösteln und erschaudern lassen. Die so oft beschriebene Zeit im Sommer als Saure-Gurken-Zeit zu bezeichnen, trifft in diesem besonderen Fall eher auf die Protagonisten dieses Interviews zu. Wobei Mann sagen muss, zu zweit ist alles viel schöner, an- und aufregender, weil Männer sich gedanklich auf relativ niedrigem Niveau austauschen können… quasi den anderen als Korrektiv eigener Meinungen spüren können. Ein oftmals unschätzbarer Wert, sich im Dialog so zu entwickeln. Nicht dass einer der Gesprächspartner in diesem Interview besonders intelligent oder gar rücksichtslos mit dem anderen umginge, aber dieses Sommerinterview, wie die Serie in der WR/WP genannt wird, vergällt einem eher die Freude an Grüner Kommunalpolitik, als dass man sich für diese begeistern könnte.

Im Hin und Her dieses Sommerinterviews kommt der bekannte Märchenjochen der Hagener Kommunalpolitik nicht umhin, mal den einen zu kritisieren, dann mal die andere und zum Schluss, wenn man fast die Zeitung zur Seite legen möchte ob des Informationsdefizits, kommt noch eine unspäktakuläre, aber aufweckende Lüge hinzu und sofort ist der Leser wieder dabei.

So die Antwort von Jockel Riechel auf die Frage der WP/WR: Vor einem Jahr haben Sie zur Zusammenarbeit in der “Allianz der Vernunft” die Bilanz gezogen, dass die Grünen dort politisch mehr bewirken können als wenn sie in die Opposition gegangen wären. Würde Sie das heute noch genauso sehen? Riechel: Was die politische Wirkung angeht, gilt das sicherlich auch weiterhin – allerdings nicht für die öffentliche Wahrnehmung. Die Ergebnisse vieler Entscheidungen wären ungrüner ausgefallen, wenn wir nicht innerhalb der Allianz daran mitgewirkt hätten. Ein gutes Beispiel ist der Haushalt: Da sind im Geben und Nehmen viele Dinge von uns herausgewogen worden.

Hier, im scheinbar deutlichen Statement vom Märchenjochen fallen zwei Unwahrheiten besonders auf, erstens: der scheidende Fraktionssprecher weiß ganz genau, was die Grüne Basis von dieser zunächst unspektakulären Antwort hält… nämlich nichts. Die Grünen werden deshalb in der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen, weil Riechel angeblich die Nachfolge von Röspel als CDU-Fraktionsvorsitzendem angeboten wurde. Zweitens: des Weiteren wird im Rat kolportiert, dass der Märchenjochen und die garstigen Fraktions-Gesellen*innen aus dem Grünen Lager nichts zum “Haushalt” beigetragen hätten. Also kein “Tischlein-deck-dich” oder ”Goldene Gans”, eher “Froschkönig”… nur wer küsst den ekligen Frosch?… Am schlimmsten allerdings ist die beschwichtigende Äußerung von Riechel, Erik der Große sei gar nicht groß, denn er sei  „nicht gerade als besonders Grünen-freundlicher OB aufgefallen”…

War es nicht der grüne Fraktionssprecher Riechel, der seinen Rotwein-Freund bei den Grünen in Position gebracht hat?

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